In der Geburt geschmolzen im Licht der Sonne zum Tropfen im Lebensfluss.

Geborgene Kuhle, hauchzarte Decke, staunendes Rinnsal.

Jugend wie tosender Bergbach, sprudelnd getränkt mit Sauerstoff im Wasserfall.

Voller Begierde vereint mit Bach um Bach, mit Tobel, um Tobel.

Gewachsen zur Lebensader als Fluss in mitten von sattem Grün im blühenden Frühling.

‚Jahr um Jahr den Strom des Lebens gestaltet. Selbst gehalten und andere getragen.

Reich und kraftvoll wie Donau, Euphrat oder Rhone,

doch unabwendbar der Mündung entgegen.

Noch immer ändern sich die Landschaften und schlagen Wellen an neue Ufer.

Sanfter vielleicht. Getragen in ruhigeren, tiefen Wassern und Augenblicken.

Voller Hoffnung und Zuversicht dem ewigen Meere entgegen.

Noch ein wenig als starker Strom unter der Sonne, den Wolken und den Sternen fließen dürfen.

Noch eine Weile zaghaft mäandern, um wieder zu staunen

über das Große und Ganze. Mich dann still hinein treiben lassen.

Marseille, 31. Dezember 2019

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