Rojava steht für Stabilität in der Region Nord- und Nordostsyriens.

Rojava steht für Sicherheit der Menschen, die dort leben.

Seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des türkischen Erdogan-Regimes flohen zunächst Tausende, dann Zehntausende und seit gestern sprechen die Vereinten Nationen von über 100.000 Menschen auf der Flucht.

Familien. Frauen. Kinder. Alte. Hals über Kopf auf der Flucht ins Landesinnere. Meist ohne Perspektive. Aus purer Verzweiflung und berechtigter Angst vor dem türkischen Aggressor.

Die zynische Begründung für den Angriffskrieg des Erdogan-Regimes lautet: Die Sicherheit der Türkei sei gefährdet. Eine Lüge.

So wie 2018 in Afrin soll nun in Rojava die kurdische Autonomie zerschlagen werden.

Die aktuelle Aktion ist Teil einer langen Geschichte von Verfolgung und Vertreibung, eines erbitterten Kampfes türkischer Regierungen und türkischen Militärs gegen Kurdinnen und Kurden. Generation um Generation.

Tausende politische Gefangene sitzen in türkischen Gefängnissen. Das einzige Verbrechen: Sie treten offen als Kurdinnen und Kurden auf. Sie treten ein für deren Völker- und Menschenrechte.

Der Anti-Demokrat Erdogan verlagert nun seinen Krieg gegen Kurdinnen und Kurden auf fremdes Staatsgebiet und lies in Rojava einmarschieren.

Er destabilisiert dort damit die Lage bewusst, vor allem zu Gunsten des IS. Neben Mord und Tod an der Zivilbevölkerung durch Krieg treibt er auch zahlreiche Menschen wieder auf gefährliche Fluchtwege.

Die so genannte internationale Staatengemeinschaft, die EU und die deutsche Politik murren ein wenig, bleiben aber symbolhaft oder weitestgehend tatenlos.

Sie unterliegen Erpressungsversuchen Erdogans, der so tut, als hätte er nicht schutzbedürftige Kriegsflüchtlinge in türkischen Lagern, sondern Geiseln. Geiseln, die er willkürlich nach Nordsyrien umsiedeln oder Richtung Europa losschicken könne.

Die Europäische Union verweigert sich seit Jahren nach Lösungen in der Flüchtlingspolitik zu suchen. Sie setzt lieber auf Abschottung und delegiert den Schutz von Menschenrechten ausgerechnet an Diktatoren und Despoten als eine Art Türsteher Europas.

Wie armselig ist es, dass EU-Sondergipfel um Sondergipfel jagt, um ein paar Hundert aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge auf Europa zu verteilen!

Lösungen zu finden läge dazu gar nicht so weit. Hier rund um den See finden sie sich zuhauf: Rüstungsbetrieb um Rüstungsbetrieb.

Deutschland macht den Handlanger des Erdogan-Regimes. Rüstungsindustrie und die Betriebe am Bodensee liefern ihm die Waffen für seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Wer wissentlich Verbrecher bei einem Verbrechen unterstützt ist selbst ein Verbrecher. Das ist das kleine Einmaleins des Strafrechts!

Fluchtursachen zu bekämpfen heißt Rüstungsexporte zu stoppen!

Keine Waffen an Erdogan!

Lang lebe Rojava!

Jürgen Weber für die Seebrücke Konstanz auf der Demonstration gegen den Krieg in Rojava am 12. Oktober 2019 in Konstanz

Share Button